Foto des Duppsteins Walsheim wurde 888 erstmals urkundlich erwähnt. Im Ortskern von Walsheim steht ein Vorkommen der jüngsten der im Saarpfalz-Kreis anstehenden Gesteine der Sinter- oder Wiesenkalke an, der „Duppstein". Es handelt sich dabei um einen unregelmäßig porösen Kalktuff mit Landschnecken und Pflanzenresten aus dem Quartär. Sein Alter beträgt ca. 10.000 Jahre.
   

Die Kalklinse in Walsheim hatte ursprünglich eine Ausdehnung von gut 40 Quadratmetern bei einer Mächtigkeit von mindestens vier Metern. Heute ragt der Duppstein noch maximal 120 Zentimeter über das umgebende Geländeniveau heraus. Neben dem Kalktuff in Niedaltdorf bei Saarlouis stellt der „Duppstein" die größte Kalksinterbildung und das flächenmäßig zweitgrößte derartige Vorkommen im Saarland dar.

 

Die evangelische Kirche ist im Kern mittelalterlich und reicht in ihren Ursprüngen bis ins zwölfte Jahrhundert zurück. Der quadratische Chor, die Sakramentsnische mit Blendmaßwerk in der Chorostwand und der Altartisch aus Sandstein mit seinen gotischen Weihekreuzen stammen aus dem 15. Jahrhundert. Das kurze, schmucklose Langhaus wurde Mitte des 18. Jahrhunderts als evangelische Kirche erneuert. Die Kirche ist ein typisches Beispiel für eine romanische Dorfkirche. Ebenfalls unter Denkmalschutz steht die 1856 konsekrierte katholische Pfarrkirche „St. Pirminius". Dieser neuromanische Kirchenbau mit seinem Turm über dem Eingang wurde nach der teilweisen Zerstörung 1944 in den Jahren 1956 bis 1958 wiederhergestellt und 1968/69 renoviert. 

 

 

An den einst größten Arbeitgeber im Ort, die Walsheim-Brauerei, deren Absatzgebiet sich bis nach Übersee erstreckte, erinnert nur noch der Gewölbekeller, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Er wird seit 1996 zu kulturellen Zwecken wie etwa der Konzertreihe „Kultur und Musik im Brauereikeller" genutzt.

Foto des Brauereikellers

   

Auf der Gemarkung Walsheim befindet sich im Hetschenbachtal beim dortigen Freibad ein Campingplatz mit 200 Dauer- und 50 Kurzcamper-Stellplätzen.