Foto der Herbitzheimer Kirche Der Hauptteil des Ortes erstreckt sich um den Mündungsbereich des Laudenbaches. Auf römische Siedlungsstellen, kleinbäuerliche Anwesen, die sog. „villae rusticae", weisen verschiedene Funde im Dorfbann hin. Als „Herbitzheym", abgeleitet von dem altdeutschen Rufnamen Herobod, war der Ort 1382 bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Besitz der Herren von Kirkel.
   

Auf einer Anhöhe erhebt sich die katholische Kirche „St. Barbara", die 1975 geweiht werden konnte. Im Grundriss hat die Kirche ein großes rundes Hauptschiff mit abgerundetem, vorgelagertem Altarraum und ein ovales Seitenschiff, welchem in gleicher Form die Sakristei gegenüber steht.

 

Das geschwungene in zwei Säulen aufsteigende Dach erreicht eine Höhe von 24 Metern. Der Betongussbau erscheint dem Betrachter überraschend leicht und schwungvoll. Die Kirche und das gleichzeitig errichtete Jugendheim sind in eine großzügige Außenanlage eingebettet, wodurch der erforderliche Rahmen für den außergewöhnlichen Gesamteindruck gegeben ist. Zum Kircheninventar zählt eine aus der Schweiz stammende Madonnenstatue des 16. Jahrhunderts. Die Barbarastatue wurde 1976 von Holzbildhauer-meister Richard Rottmann gefertigt. Die farbigen Betonglasfenster mit ihren biblischen Motiven und die harmonisch in den Raum eingefügten Betonreliefs von Emil Wachter aus Karlsruhe komplettieren den Innenraum dieses modernen Kirchenbauwerkes.

 

An der Hauptstraße, der Rubenheimer Straße, steht ein sog. Dankkreuz aus Sandstein mit einem Christuskörper "Zur Ehre Gottes errichtet von der Gemeinde Herbitzheim um gnädige Abwendung der Cholera 1854". Der mündlichen Überlieferung nach sollen nur zwei Einwohner dieser Epidemie zum Opfer gefallen sein.

Foto: Dankkreuz in Herbitzheim
   
Foto der Ortsdurchfahrt von Herbitzheim Die idyllisch gelegene Weiheranlage mit Schutzhütte zwischen Herbitzheim und Bliesdalheim wird seit Jahren von den Mitgliedern des örtlichen Angelsportvereins gepflegt.