Gersheim2 1 Als „Geroldesheim" ist der Ort im Jahre 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Maßgeblich zum Aufblühen des Ortes trug sein Reichtum an Kalkstein bei, der von 1895 bis 2005 industriell abgebaut und verarbeitet wurde.
   

Die unterirdischen Stollen des Kalkbergwerkes dienten 100 Tage — vom 6. Dezember 1944 bis 25. März 1945 — etwa 2.000 Menschen aus dem unteren Bliestal, dem Mandelbachtal und dem angrenzenden Lothringen als Zufluchtstätte vor dem Krieg.

 

Unter Denkmalschutz steht die katholische Kirche „St. Alban". Die Kirche, die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, steht seit 1846 an ihrem Platz.

 

Es ist ein rechteckiger, verputzter Saalbau im klassizistischen Stil mit eingezogenem Frontturm und halbrunder Apsis. Vor dem Kirchenportal steht aus dem 18. Jahrhundert ein sandsteinenes Kreuz mit dem Christuskörper. Auf dem Kreuz ist ein Totenschädel über einem Knochen reliefiert. Beides symbolisiert die menschliche Vergänglichkeit. Im Pfarrhaus ist ein Türsturz eingemauert, der spätgotische Formen aufweist und mit 1615 bezeichnet ist. 

 

Das Bauernhaus des Lettenberghofes wurde bereits mehrmals bei Bauernhauswett-bewerben ausgezeichnet. Eine Aufwertung erfuhr Gersheim durch das Ökologische Schullandheim (Spohns Haus) und die DRK-Seniorenresidenz. Internationalen Bekanntheitsgrad genießt das Orchideengebiet zwischen Gersheim und Herbitzheim, in dem über 26 Orchideenarten in freier Natur wachsen Foto: Orchidee im Orchideengebiet Gersheim
   

Diese landschaftliche Besonderheit wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Führungen werden während der Hauptblütezeit der Pflanzen zwischen Mai und Anfang Juli angeboten.

 

Foto des Rathauses Seit 1974 ist Gersheim Verwaltungssitz der Gemeinde Gersheim.