Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und Alexander Rubeck, Bürgermeister der Gemeinde Gersheim, bei der Vertragsunterzeichnung im Gersheimer Rathaus. Foto: Uwe Brengel Öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen Blieskastel und Gersheim getroffen: Die Stadt Blieskastel übernimmt ab dem 1. Januar 2017 die Gehaltsabrechnungen für die Gemeinde Gersheim.
   

Die Gehälter für die Beschäftigten der Nachbargemeinde werden ab dem kommenden Jahr durch die Lohnabrechnungsstelle in Blieskastel berechnet. Für die Verwaltung in Gersheim bedeutet dies eine personelle und finanzielle Entlastung. Neben dem Kosteneinsparpotential werden auch Systempflegeaufwände verringert. Der derzeit noch in Gersheim involvierte Mitarbeiter bedient bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand weiterhin noch andere Aufgabengebiete. Für den kommenden September ist die Datenübernahme mit anschließenden Systemtestläufen vorgesehen.

 

Bei der Lokalisierung und Umsetzung von Einsparpotentialen rücken die Verwaltungen weiter zusammen. Erst kürzlich hat die Stadt Blieskastel vom Ministerium für Inneres und Sport eine Ausnahmegenehmigung bezüglich des ausgelagerten Rechnungsprüfungsamtes erhalten, in einem weiteren Schritt wurde das Beschaffungs- und Vergabewesen der Stadtverwaltung in einer neu eingerichteten zentralen Vergabestelle gebündelt, die sich einer elektronischen und revisionssicheren Vergabeplattform bedient.

 

Mit dem Projekt realisieren die beiden Verwaltungen nach der Zusammenlegung der Standesämter von Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal einen weiteren großen Schritt der interkommunalen Zusammenarbeit, der auch im Gutachten der Firma KUBUS für mögliche Einsparpotentiale vorgeschlagen wurde.

 

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener: „Mit der neuen Vereinbarung zwischen Blieskastel und Gersheim gewinnt unsere Personalabteilung an Stabilität, während wir bei den Kollegen in Gersheim zur Entlastung beitragen.“ Auch der Gersheimer Verwaltungschef zeigt sich zufrieden: „Durch diese weitere Zusammenarbeit spart die Gemeinde Gersheim einerseits, während dies andererseits für den Bürger keine Einschränkung bedeutet.“

 

Über die Blieskasteler Abteilung werden neben den Gehaltsabrechnungen für die eigenen Beschäftigten auch bereits die Abrechnungen für die Mitarbeiter/innen der Stadtwerke Bliestal GmbH, des Biosphärenzweckverbandes, der Freizeitzentrum GmbH, sowie für die städtischen Kitas bedient. Insgesamt 367 Personalfälle werden derzeit bereits in der Lohnabrechnung bearbeitet, davon entfallen 302 auf die Stadt Blieskastel (inklusive Ortsvorsteher, Praktikanten etc.), 35 auf die Stadtwerke, 23 auf das Freizeitzentrum und 7 auf die Biosphäre.

 

Bericht: Uwe Brengel, Stadt Blieskastel