Foto: Delegation aus Uganda zu Gast im Gersheimer RathausAuf Vermittlung der Eheleute Waltraud und Thomas Oberinger besuchte kürzlich eine Delegation aus dem afrikanischen Uganda im Rahmen eines Deutschlandbesuches erneut auch die Gemeinde Gersheim. Im Mittelpunkt der Diskussionen im Rathaus standen Abläufe und Strukturen in einer deutschen Kommunalverwaltung.

 

Die Verwaltungsmitarbeiter aus dem Großraum der ugandischen Hauptstadt Kampala nutzten die Gelegenheit, sich über das politische und administrative System in Deutschland zu informieren. Es wurde offen über die Probleme der Verwaltungen des Landes in Ostafrika gesprochen. Zwar befindet sich Uganda seit einigen Jahren im Wandel. Dennoch fehlt es zur Umsetzung der meisten Maßnahmen schon an der notwendigen Infrastruktur.

 

Dies wurde beispielsweise deutlich, als über die unterschiedlichen Abfallentsorgungssysteme gesprochen wurde. Eine Leerung nach deutschem Vorbild wäre gar nicht möglich, da viele Häuser keine feste Anschrift haben.

Bei dem letzten Besuch einer Delegation um Prinz Edward Kimbugwe von Buganda wurde über die Problematik der Augenkrankheiten in Uganda gesprochen, da es unter anderem an Sehhilfen mangelt. Seitdem wurden im Rathaus alte Brillen gesammelt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 766 Brillen wurden in den letzten Monaten im Gersheimer Rathaus abgegeben. „Ich bin stolz auf die große Spendenbereitschaft der Gersheimerinnen und Gersheimer“, so Bürgermeister Alexander Rubeck, der sich ausdrücklich bei allen Spendern bedankte. Spenden seien aber auch aus anderen Gemeinden, teils sogar auf dem Postweg, eingegangen.

Weitere Punkte des Besuchs der Delegation, die dabei von dem Verein „Haus Afrika e.V.“ in Saarbrücken unterstützt wurde, waren die Besichtigung des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim, die Besichtigung der Imkerei Wentzel in Seelbach sowie der Augenklinik der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg. Abschließend gab es einen Empfang beim Saarpfalz-Kreis. Dort stellte der Erste Kreisbeigeordnete Markus Schaller eine Kommunalverwaltung auf der Ebene des Landkreises vor.