Foto des RohrentalweihersRubenheim wurde 1245 mit dem Ritter Rudolf von Rubenheim erstmals in einer Urkunde erwähnt. Bei Archäologen ist der Ort bekannt durch die dort aufgedeckten Grabfelder der Hallstatt- (750 bis 450 v. Chr.) und Latènezeit (450 bis 25 v. Chr.). Sie gelten als die am besten erforschten Grabhügelgruppen dieser Zeit im weiten Umkreis. Rubenheim ist eine jener Ortschaften, die ihren Aufschwung nach fast völliger Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg den späteren Reichsgrafen von der Leyen verdanken. Das Naherholungsgebiet Rohentaler Weiher bietet den besucherinnen und Besuchern des Ortes ein Oase der Ruhe.

 

 

 

Mitten im Dorf, auf einer Anhöhe, steht die katholische Kirche „St. Mauritius", eine Tholeyer Gründung des neunten Jahrhunderts. Sie lehnt sich an den romanischen Turm an, der zwischen 1000 und 1050 erbaut worden sein soll. 1768 wurde er unter Beibehaltung des alten Satteldaches erhöht. Die Kirche erlitt im Zweiten Weltkrieg sehr schwere Schäden. Das heutige Schiff ist ein weitgehender Neubau. Allerdings haben sich von der Inneneinrichtung einige bemerkenswerte Figuren des 18. Jahrhunderts erhalten. Hierzu zählt auch eine steinerne Muttergottesfigur. Am auffälligsten ist wohl die manieristische Figur des St. Mauritius in seiner römischen Uniform. An die Flucht der Reichsgräfin Marianne von der Leyen 1793 erinnert ein Gedenkstein vor dem ehemaligen Pfarrhaus. 

 

Foto der Rubenheimer Kirche

In der Ortsmitte gegenüber der Kirche, in der Erfweilerstraße 3, betreibt Gunter Altenkirch seit 1988 in einem Bauernhaus des 18. Jahrhunderts das „Museum für dörfliche Alltagskultur". Thematischer Schwerpunkt ist das Alltagsleben der Bevölkerung, nicht nur der des Saarlandes, sondern auch der angrenzenden Gebiete. Im Museum sind u.a. ständig wechselnde Ausstellungen zu sehen.

 

Auf der Straßenseite gegenüber erinnert das 1994 vom Knappenverein errichtete Bergmannsdenkmal daran, dass viele Rubenheimer in den saarländischen und lothringischen Kohlengruben sowie in der Gersheimer Kalkgrube Brot und Arbeit fanden. In der Sparkassen-Galerie finden im Jahr mehrere Ausstellungen von Hobbykünstlern statt.

 

Auf dem 18-Loch-Golfplatz „Katharinenhof", der sich in die Landschaft einschmiegt, besteht unter anderem die Möglichkeit zum „Schnuppergolfen".